| 26.02.2005 offener Brief des Feuerwehrreferenten an Markus Reitsamer |
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| Geschrieben von: BI Harald Leimer (PBKDO Bad Ischl) | |||
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Auch der für das Feuerwehrwesen in Bad Ischl zuständige politische Vertreter und Ressortverantwortlicher, Vizebürgermeister Josef Reisenbichler, gab in seiner heutigen Presseausssendung eine erste Stellungnahme zu den Aussagen des Fraktionssprechers der "Die Grünen Bad Ischl", Markus Reitsamer, ab.
Causa „Feuerwehr“ – ein Faschingsscherz? Markus Reitsamer, Fraktionssprecher der „Die Grünen Bad Ischl“, lässt mit seinen Gesinnungsfreunden derzeit keine Gelegenheit aus, um über die Budgetsituation der Stadtgemeinde Bad Ischl in die mediale Schlacht zu ziehen. Unter anderem fordert er in seinem Artikel in den OÖ Nachrichten vom 22. Februar d. J. einerseits, dass der „Kantönligeist“ bei den Feuerwehren in der Stadt Bad Ischl beseitigt wird und andererseits, dass z. B. bei Geräte- und/oder Fahrzeugankäufen Kooperationen eingegangen werden und Leistungserbringungen durch die Feuerwehren laut Feuerwehrtarifordnung abgerechnet werden. Als Vorbild führt er dabei die Gemeinde Eberstallzell (Wels-Land) an. Seit 1995 bin ich Feuerwehrreferent in Bad Ischl. Als Obmann des Dienstleistungsausschusses, in dem auch das Feuerwehrwesen integriert ist, bin ich seit nunmehr 10 Jahren auch für das Feuerwehrbudget verantwortlich. Dazu kann gesagt werden, dass bei den alljährlichen Budgetverhandlungen mit den Kommandanten der Feuerwehren und Feuerwachen von Bad Ischl bereits seit Jahren gewünschte Anschaffungen auf Sinnhaftigkeit und Effizienz geprüft werden und nur nach Massgabe der vorhandenen Mittel, Investitionen getätigt werden. Dies kann ich deshalb behaupten, da die für das Feuerwehrressort zur Verfügung gestellten Geldmittel jährlich nur dem Index angepasst werden, obwohl sich die Aufgaben der Feuerwehren in den letzten Jahren drastisch erhöht haben und dadurch zusätzliche Geräteanschaffungen unausweichlich werden, will man auf ein schlagkräftiges Feuerwehrwesen zurückgreifen. Die Zu- und Umbauten in den letzten Jahren waren nur deshalb möglich, da jede einzelne Feuerwehr/Feuerwache – durch finanzielle Mittel und auch durch Eigenleistungen – zur Realisierung der einzelnen Projekte beigetragen haben. Wenn Reitsamer meint, durch die Einhebung von Gebühren könnten die Gesamtkosten durchaus reduziert werden, so ist ihm sicher nicht bewusst, dass unter die Kategorie „nicht verrechenbare Einsätze“ Hilfeleistungen, wie z. B. Rettung/Suche verletzter/hilfloser Personen, Menschenbergung bei Verkehrsunfällen, Totbergungen, Brandeinsätze, Einsätze zur Abwendung der Brandgefahr, Einsätze bei Elementarereignissen, etc. fallen. Dass diese Einsatzarten rund 80 % der Gesamthilfeleistungen ausmachen, sei nur nebenbei erwähnt, sollte man aber wissen, wenn man das Feuerwehrbudget laut Grüne „sanieren“ will. Der Rest der Einsätze wird selbstverständlich verrechnet (EUR 15.000,00 Einnahmen), wobei aufgrund dieser Tatsache der falsche Wunsch wäre, mehr Einsätze leisten zu müssen. Zum „Kantönligeist“ möchte ich ausführen, dass durch den Bestand von 10 Feuerwehren/Feuerwachen in den einzelnen Ortschaften, auch gesellschaftspolitische Aspekte berücksichtigt werden müssen – ganz abgesehen davon, dass Großschadensereignisse (z. B. Windwurf, Hochwasser, Großbrand, etc.) mit nur 1 Feuerwehr nicht bewältigt werden könnten. Zum Vorschlag der Grünen, eine „betriebswirtschaftlichen Schulung“ der Feuerwehrkameraden durchzuführen möchte ich ein Zitat anführen, welches ich vor kurzem gelesen habe: „Ehrenamtlich machen Berater gar nichts – aber gespart muss werden, koste es was es wolle!“ Abschließend möchte ich meinen Feuerwehrkameraden versichern, dass ich mich – so wie bisher und trotz finanzieller Schwierigkeiten – weiter für ein schlagkräftiges Feuerwehrwesen in der Stadt Bad Ischl einsetzen werde, weil ich mir sicher bin, dass auch in Zukunft die gemeinsame Lösung von Problemen zum Erfolg führen wird. Dies haben – bis zum heutigen Tag – die Ischler Feuerwehrkameraden bewiesen!
Vizebürgermeister Josef Reisenbichler
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