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Nach Verlagerung der Zuständigkeiten für Bergwerks- und Stollenanlagen von den jeweiligen Berghauptmannschaften zu den einzelnen Landeshauptfrauen bzw. –männern fand heute eine große Übung in Bad Ischl statt.

Die als Munitionslager im Eigentum des Österreichischen Bundesheeres sich befindliche Stollenanlage war Schauplatz einer großen Übung im Rahmen des „Überregionalen Rettungswerkes“, bei dem das Zusammenspiel aller im Ernstfall betroffenen Behördenstellen und Hilfsorganisationen im Echtzeitablauf beübt wurde.

Ein Brand in der Stollenanlage, welcher knapp nach 13.00 Uhr im Inneren entstand und bei dem 3 Arbeiter vom Feuer eingeschlossen wurden, war Ausgangspunkt des Übungszenarios. Aufgrund der dafür vorgeschriebenen Ablauf- und Alarmierungsvorgaben wurde daraufhin vom Leiter der Stollenanlage Perneck die OÖ Landeswarnzentrale als Sitz der Zetralleitung des OÖ Katastrophenschutzes sowie die vorgesetzte Bundesheerdienststelle, die Heeresmunitionsanstalt Buchberg, alarmiert.

Daraufhin erfolgten die Alarmierungen der FF Bad Ischl, des Roten Kreuzes, der Exekutive, des Landeshauptmannes für Oberösterreich sowie der Bezirkshauptmannschaft Gmunden. Weiters wurden die für den Einsatzfall vorgesehenen Grubenwehreinheiten alarmiert.

Als ersteintreffende Einheit trafen die Kameraden der Hauptfeuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl sowie der Feuerwache Perneck am Übungsobjekt ein. Zur Brandbekämpfung des im Inneren des Stollens ausgebrochenen Feuers wurde eine Zubringleitung vom Sulzbach her aufgebaut und vom eingestzten Tankklöschfahrzeug der FF Bad Ischl eine 350 m lange Löschleitung von einem mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgestatteten Trupp in das Stolleninnere vorgetragen.

Währenddessen wurde – auch aufgrund der seit Errichtung der neuen Einsatzzenrale vorhandenen guten (Kommunikations-)Infrastruktur – bei der Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl die Behördeneinsatzleitung aufgebaut und entsprechend personell besetzt und betrieben.

Mittlerweile trafen auch die ersten Einheiten der alarmierten Grubenwehr bei der Stollenanlage Perneck ein, die sofort mit der Menschenrettung begannen und den Weiterbau der vorhandenen Löschleitung sowie der Brandbekämpfung durchführten.

Nach erfolgtem Ablöschen des Feuers konnte zu den vermissten Personen vorgedrungen und geborgen werden. Sie wurden anschließend von den anwesenden Sanitätern des Roten Kreuzes zur weiteren Versorgung übernommen.

Nachdem alle vorgegebenen Übungsszenarien erfolgreich bewältigt und abgearbeitet wurden, konnte die Übung, bei der auch der Bürgermeister der Stadt Bad Ischl sowie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Robert Benda als Beobachter anwesend waren, beendet werden.

Insgesamt waren mehr als 100 Personen eingesetzt.

Übungsende: 18.10 Uhr.

Eingesetzte Kräfte:

Land OÖ (Abteilung Feuerpolizei), BH Gmunden (Sicherheitsabteilung), Feuerwehr (FF Bad Ischl mit 19 Mann und KDOF, TLF-A 4000 und LFB-A; FW Perneck mit 6 Mann und KLF), Exekutive (Beamten der Polizeiinspektion Bad Ischl sowie der Städtischen Sicherheitswache), Rotes Kreuz (RK Bad Ischl), Bundesheer (HMunA Buchberg (vorgesetzte Dienststelle der StA Perneck), Grubenwehreinheiten) und Saline Austria (Grubenwehreinheiten).

   
   
   

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