Notruf: 122

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Dramatische Szenen ereigneten sich heute morgen als die Feuerwehren und Feuerwachen von Bad Ischl zu einem Brand mitten im Stadtzentrum gerufen wurden.

Nach einem Brandmeldealarm im Stadtzentrum von Bad Ischl, zu dem die Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl um 05.40 Uhr durch die OÖ Landeswarnzentrale alarmiert wurde und der um 06.10 Uhr beendet werden konnte, waren noch einige Kameraden im Gerätehaus der FF Bad Ischl anwesend.

Knapp nach 06.30 Uhr traten plötzlich in einer Entfernung von ca. 100 m Richtung Stadtzentrum Rauchschwaden auf, die 2 Kameraden veranlassten, Nachschau zu halten.

Bereits in der Anfahrt wurde von der OÖ Landeswarnzentrale, die über Notruf von aufmerksamen Nachbarn über einen Brand im Objekt "Auböckplatz 7/Bäckerei Maislinger" informiert wurde, "Alarmstufe II" für den Pflichtbereich Bad Ischl ausgelöst.

Mittlerweile war das zur Erkundung in Marsch gesetzte KDOF mit 2 Mann Besatzung an der Einsatzstelle eingetroffen.

Eine Wohnung im ersten Stock befand sich bereits in Vollbrand. Eine Wohnungsbewohnerin, die die brennende Wohnung über das Stiegenhaus nicht mehr verlassen konnte, wartete am geöffneten Fenster auf Rettung.

Die vor Ort befindlichen Kameraden erkannten die gefährliche Situation, teilten über Funk an "Florian Bad Ischl" eine erste Lagemeldung mit und begannen anschließend mit einem Handfeuerlöscher in die Wohnung zu gelangen, um die unter Schock stehende Person in Sicherheit zu bringen. Dieser Versuch misslang leider. Unter Zuhilfenahme eines Müllcontainers und einer Stehleiter wurde nun versucht, auf das Vordach zu gelangen. Jedoch konnte die Person nicht dazu bewegt werden, aus dem Fenster zu steigen.

Mittlerweile trafen die ersten Einsatzfahrzeuge der FF Bad Ischl (RLF-A 2000 und TLF 2000 Trupp) an der Einsatzstelle ein. Mit Hilfe einer Schiebeleiter des Einsatzfahrzeuges konnte schließlich die Frau geborgen werden. 2 weitere, jüngere Personen, die ebenfalls in der Wohnung waren, konnten sich rechtzeitig über das Stiegenhaus in Sicherheit bringen. Ein älterer Haubewohner im 2. Stock des Brandobjektes, konnte ebenfalls über die Stiege das Gebäude verlassen, sodass die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Bergung mittels Drehleiter nicht mehr durchgeführt werden mussten.

In weiterer Folge wurden von den nachrückenden Feuerwehren und Feuerwachen des Pflichtbereiches Bad Ischl mehrere Atemschutztrupps mit HD-Rohren zur Brandbekämpfung vorgenommen. Weiters wurden 4 Zubringleitungen von der nahe dem Einsatzort vorbeifließenden Traunflusses bzw. vom Hydranten aufgebaut. Die einsetzenden Löschmaßnahmen zeigten rasch Wirkung, sodass bereit um 06.53 Uhr "Brand unter Kontrolle" gemeldet wurde.

Bereits um 07.15 Uhr konnten von den anwesenden 10 Feuerwehren und Feuerwachen, die mit insgesamt 128 Mann und 20 Einsatzfahrzeugen vor Ort waren, ein Teil wieder in ihre Gerätehäuser einrücken.

Bei diesem Einsatz waren insgesamt 5 Verletzte (Rauchgas) – darunter ein Feuerwehrkamerad – zu verzeichnen, die vom Roten Kreuz Bad Ischl erstversorgt und in das Landeskrankenhaus Bad Ischl eingeliefert wurden.

Eingesetzte Mannschaften und Geräte:

FF Bad Ischl mit 30 Mann, KdoF, RLF-A 2000, TLF 2000 Trupp, DL-K, LFB-A, MTF und LAST sowie 6 umluftunabhängige Atemschutzgeräte, 2 Pumpen, 3 Strahlrohre, 1 Schiebeleiter und 1 Belüftungsgerät. FF Jainzen mit 15 Mann und KLF sowie 1 Pumpe und 3 umluftunabhängige Atemschutzgeräte. FF Lauffen mit 13 Mann und KLF und KRF und 1 Pumpe. FF Mitterweissenbach mit 9 Mann und KLF sowie 1 Pumpe. FF Pfandl mit 11 Mann und LFB-A und 3 umluftunabhängige Atemschutzgeräte. FW Ahorn-Kaltenbach mit 3 Mann mit 1 KLF. FW Perneck mit 12 Mann und 2 KLF sowie 1 Strahlrohr. FW Reiterndorf mit 15 Mann und 2 KLF sowie 1 Pumpe und 3 umluftunabhängige Atemschutzgeräte. FW Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein mit 11 Mann und 2 KLF sowie 3 umluftunabhängige Atemschutzgeräte. FW Sulzbach mit 9 Mann und 1 KLF und 1 Pumpe. Rotes Kreuz mit 8 Mann und 3 SEW sowie Gendarmerie Bad Ischl mit 4 Mann und 2 Einsatzkraftwagen.

Weiters wurden insgesamt 620 m B-Schläuche, 135 m C-Schläuche und 140 m HD-Schläuche verlegt. Die Wasserversorgung wurde insgesamt durch 4 Zubringleitungen sichergestellt.

Einsatzende: 08.30 Uhr. Die Brandwache wird von Kameraden der FF Bad Ischl gestellt.