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Am gestrigen Abend führte die Hauptfeuerwache Bad Ischl gemeinsam mit den Feuerwehren Bad Goisern, Puchheim, Reiterndorf und Lauffen eine groß angelegte Schadstoffübung im Altstoffsammelzentrum durch.

Übungsannahme war ein Austritt von Essigsäure nach einem Unfall im Betriebsbereich des Altstoffsammelzentrums. Beim Eintreffen des ersten Angriffstrupps galten zwei Personen als vermisst. Diese konnten unter schwerem Atemschutz rasch lokalisiert und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Wie im Ernstfall wurden zur Unterstützung die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern mit dem Atemschutzfahrzeug sowie die Freiwillige Feuerwehr Puchheim mit dem Umweltschutz-Zug alarmiert. Gemeinsam mit den Feuerwehren Reiterndorf, Lauffen und der Hauptfeuerwache Bad Ischl wurde ein Dekontaminationsplatz für Einsatzkräfte, betroffene Personen und die eingesetzten Geräte errichtet.

Im weiteren Übungsverlauf arbeiteten die Einsatzkräfte zunächst unter schwerem Atemschutz und in weiterer Folge in Schutzanzügen der Schutzstufe III das Szenario ab. Ziel war es, den Gefahrstoffaustritt zu erkunden, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung einzuleiten und den Gefahrenbereich sicher abzuarbeiten.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung kam außerdem die Drohne der Hauptfeuerwache Bad Ischl zum Einsatz. Durch die Luftaufklärung konnte innerhalb kürzester Zeit ein aktuelles Lagebild erstellt werden, was die Koordination der eingesetzten Kräfte wesentlich erleichterte.

Eine zusätzliche Herausforderung stellte die hochsommerliche Witterung dar. Auch am Abend lagen die Temperaturen noch bei über 30 Grad. Um die körperliche Belastung der Einsatzkräfte zu reduzieren, wurde für jene Kameradinnen und Kameraden außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereiches Marscherleichterung angeordnet – das Tragen von Einsatzjacke und Helm konnte entsprechend angepasst werden.

Die Übung zeigte einmal mehr die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Feuerwehren Bad Ischl, Bad Goisern, Puchheim, Reiterndorf und Lauffen. Solche realitätsnahen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, um im Ernstfall rasch und sicher helfen zu können.

Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren, den Übungsvorbereitern sowie dem Team des Altstoffsammelzentrums zur Verfügungstellung des Firmenareals.

 

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