Notruf: 122

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Als ein besonderer Tag wird der heutige 3. Mai 2002 in die Geschichte des Feuerwehrwesens der Gemeinde Bad Ischl und insbesondere der der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl eingehen.

Die erste Alarmierungsanlage, die eine objekt- und anlassbezogene Auslösung von Alarmen von der OÖ Landeswarnzentrale in Linz oder der Hauptfeuerwache Bad Ischl sowohl an digitale als auch an analoge Funkmeldeempfängern gleichzeitig ermöglicht, wurde heute offizielle in Betrieb genommen.

Die Feuerwehren von Bad Ischl sind daher - wie auch schon bei der Einführung der "Stillen Alarmierung" im Jahre 1972 - nun wiederum Pioniere, wenn es darum geht, ein neuartiges und zukunftsweisendes Alarmierungssystem zu verwenden, das bereits jetzt das Interesse von einigen Feuerwehren in Oberösterreich geweckt hat und wahrscheinlich als Basis für weitere Projekte im ganzen Bundesland dienen wird.

Begonnen hat das Projekt bereits vor mehr als 2 Jahren, als man bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl erfuhr, dass aufgrund der geplanten Umstrukturierung beim Roten Kreuz der Notruf "122" in Zukunft nicht mehr bei der Rot-Kreuz-Ortsstelle Bad Ischl bleiben kann. Man ging daher daran, ein Konzept auszuarbeiten, das auf lange Sicht eine gezielte Alarmierung der 5 Freiwilligen Feuerwehren und 5 Feuerwachen von Bad Ischl von der OÖ Landeswarnzentrale in Linz aus ermöglicht (siehe auch der Bereich „Alarmierung“).Kameraden der FF Bad Ischl haben mit den zuständigen Sachbearbeitern der Abteilungen "Funk" und "EDV" im OÖ Landesfeuerwehrkommandos in Linz ein zukunftsweisendes System ausgearbeitet, das in Kooperation mit der Firma Zehetner-Elektronik aus St. Marien bei Linz, welches als junges, innovatives und sehr flexibles Unternehmen vor allem bei der Umsetzung und kurzfristiger Softwareanpassungen und Wünschen unsererseits sehr positiv "aufgefallen" ist, schlussendlich tatsächlich realisiert werden konnte.

Technische Voraussetzung für diesen Alarmierungsablauf bilden je ein sogenannter "Pocsag-Alarmgeber" in der OÖ Landeswarnzentrale und im Gerätehaus der FF Bad Ischl, welche über Funkrelaisstationen am Grünberg bei Gmunden und auf der Katrin bei Bad Ischl miteinander verbunden sind, und so eine Alarmauslösung aller bei den Feuerwehren und Feuerwachen von Bad Ischl verwendeten Funkmeldeempfänger ermöglicht. Diese Auslösung kann gezielt für jede taktische Einheit je nach Einsatzadresse und Art des Ereignisses sowohl von der OÖ Landeswarnzentrale als auch von der Hauptfeuerwache Bad Ischl über PC (Windowsprogramm) aus durchgeführt werden.

Das Herzstück dieser Alarmierung bildet eine Objektdatenbank, welche von Kameraden der FF Bad Ischl in monatelanger Arbeit erstellt wurde. Diese Datenbank umfasst derzeit ca. 7.300 Datensätze, in der alle wesentlichen für die Alarmierung erforderlichen Daten vorhanden sind, z. B.

* taktische Einheit mit Sirenencode,
* sämtliche Informationen zur Straßen- und Ortschaftsbezeichnung,
* Anfahrtsweg,
Hauseigentümer,
Objektnamen und "Vulgo"-Bezeichnungen,
* Wasserentnahmestellen, etc.

Mit Hilfe dieser Datenbank ist es auch Ortsunkundigen möglich, jederzeit die richtige Alarmierung abzusetzen und die richtige taktische Einheit zum Ort der benötigten Hilfeleistung anzufordern.Dass eine so gezielt durchgeführte Alarmierung auch enormen volkswirtschaftlichen Nutzen bringt, liegt auf der Hand, da in Zeiten, in denen es immer problematischer wird, dass Feuerwehrkameraden ihren Arbeitsplatz verlassen dürfen, nun wirklich nur jene Feuerwehrmänner alarmiert werden, die für die Hilfeleistung notwendig sind.

Über das tatsächliche Funktionieren des Ablaufes davon konnte sich heute Nachmittag neben Kameraden der FF Bad Ischl unter ihrem Kommandanten Ernst Struber auch der oberste Feuerwehrmann von Bad Ischl, Bürgermeister Helmut Haas, der zuständige Feuerwehrreferent, Stadtrat Josef Reisenbichler, der Leiter der Ortsstelle Bad Ischl des Österreichischen Roten Kreuzes, Vizebürgermeister Ferdinand Mittendorfer, der Abgeordnete zum Nationalrat, Rainer Wimmer, Stadtrat Christian Kranabitl sowie als Vertreter der heimischen Presse, Redakteur Handlechner von der Bad Ischler Rundschau überzeugen, die von Feuerwehrkommandant ABI Ernst Struber sehr herzlich willkommen geheißen wurden.

Zu guter Letzt wurde Kamerad BI Gerhard Kößler sehr herzlich für seine Bemühungen und unzähligen Stunden gedankt, die er für die Ausarbeitung und Realisierung dieser neuen, zukunftsorientierten Alarmierung investiert hat.

Als kulinarischer Gruß wurde ihm von Kamerad Harald Leimer eine "Zauner-Torte" überreicht.

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